Dresden Marathon

Nein der nächste Marathon kommt erst im nächsten Jahr, aber im Rahmen des Dresden Marathon lief ich quasi vor meiner Haustür 3 Wochen nach meinem Marathondebüt wieder einen Halbmarathon.

Ich konnte es nicht lassen. Bei so einem Event in Dresden muss ich mitlaufen. Der 10km-Lauf von letzter Woche in 30:48min machte mir Mut, dass vielleicht etwas mehr geht. Die Beine fühlen sich noch müde an, aber das war auch schon letzte Woche so. Vielleicht ist das nur die Anspannung. Ich weiß nicht was kommt, ich weiß nicht wer noch startet. Wird es eine Gruppe geben? 

Am Start habe ich gleich ein paar Afrikaner gesehen. Marathonläufer. Keine richtig schnellen. Vielleicht laufen sie heute ja mal ein konstantes Rennen und ich kann einfach mitlaufen. Der Startschuss fällt. Es ist das übliche Gedränge. Läufer überschätzen sich und verfallen nach dem ersten Kilometer in 3:00min in Walkingtempo. Keine Gruppe zu sehen. Bei Kilometer 2 kommen die afrikanischen Marathonläufer. Sie gehen anscheinend locker an, denke ich. Aber schon ab Kilometer 3 machen sie ernst. 3:10min/km-Pace. Auch zu schnell für sie, wie sich später rausstellt. Ich kann noch ein paar Meter folgen, dann muss ich abreißen lassen. Die Beine wollen nicht und können nicht mehr so schnell. Erste Urlaubswünsche. Ich laufe mein eigenes Rennen von Kilometer 4 bis ins Ziel. Der Gruppe von Afrikanern hinterher, aber mit Abstand. Das Tempo ist nicht mehr so hoch. Ich laufe das Ding jetzt irgendwie nach Hause. Immer wieder versuche ich den letzten Lauf vor der Saisonpause auch noch zu genießen. Nach 1:10:58h ist es dann vorbei. Im Ziel auf Platz 3. Zwei andere afrikanische Läufer liefen, von mir unbemerkt, noch viel weiter vorne ihr eigenes Rennen.

Überrascht, zufrieden, glücklich. 3. Platz beim Heimrennen. Beim vorerst letzten Rennen. Jetzt kommt die Entspannung.

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