Pobershauer Berglauf
Dieses Jahr konnten wir sowohl bei der Landesmeisterschaft als auch bei dem Gesamteinlauf einen Doppelerfolg erzielen. Besonders ungewöhnlich war vor allem die Reihenfolge. Aber das ganze von Beginn an. Wir reißten am Freitag Abend nach Pobershau, wo wir von Veranstalter Sten Reichel (TSV 1872 Pobershau) in einer wunderschönen Finnhütte untergebracht wurden. Den Tag darauf 15:15 war der Start für die 14,9 km die in 4 Runden zu bewältigen waren. 4 mal eine sehr anspruchsvolle Strecke mit 2 Bergen, wobei es einen schon nach der 1. Runde in die Knie zwingt. Dieses Jahr war zum ersten Mal ein Bergsprint ausgeschrieben, was die Sache nicht einfacher machte. Einige dachten, wenn man den Gesamtlauf nicht gewinnen kann, dann wenigstens den Bergsprint. Dementsprechend forciert wurde das Rennen gestarten. Ganz vorn Paul, der sich wie ich und andere die Bergsprintprämie holen wollte. Wie nicht anders zu erwarten gewann Paul auch den Bergsprint, allerdings mit einem hohen Einsatz. Ich folgte ihm leider nur als Zweiter. Als es für Paul dann in die 2. Runde ging merkte ich bei ihm ungewohnte Schwäche und ich kam ihm immer näher. Ich begriff, dass Paul sich am ersten Berg „abgeschossen“ hatte und ich ging nahzu problemlos an ihm vorbei. Nun lief es für mich wunderbar, wer sollte mich jetzt noch schlagen außer Paul. Immer wieder dachte ich Paul erholt sich nochmal und läuft ran. Aus diesem Grund ließ ich auch nicht locker und hielt mein Tempo. Am Ende konnte ich dann sogar mit 3min Vorsprung gewinnen. Der Tag wäre fast perfekt gewesen, wenn ich nicht auf den letzten 200m noch gestürzt wäre. Es hatte in der 3.Runde zu regnen begonnen und das machte die Verhätnisse nicht leichter. Der Einlauf ins Stadion erfolgte über eine kleine Brücke, die mir letztlich zum Verhängnis wurde. Ich rutschte mit dem Standbein auf der rutschigen Brücke aus, da gleich danach eine Kurve folgte und der Abdruck zur Seite ging und fiel auf den nachfolgenden Schotter. Aber alles nur halb so schlimm. Ich konnte heute schon wieder ohne grosse Schmerzen trainieren und bin nun topmotiviert für den nächsten Wettkampf.



