{"id":547,"date":"2011-09-13T16:34:09","date_gmt":"2011-09-13T14:34:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.runningpower.de\/new\/?p=547"},"modified":"2011-09-13T16:34:09","modified_gmt":"2011-09-13T14:34:09","slug":"hitzeschlacht-von-oelde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marc-schulze.com\/?p=547","title":{"rendered":"Hitzeschlacht von Oelde"},"content":{"rendered":"<p>Der Weg Richtung 30 Minuten auf 10km ist hart. Die Chance, eine gute Zeit zu Laufen ist f\u00fcr einen deutschen 10km-L\u00e4ufer bei den nationalen Meisterschaften eigentlich am h\u00f6chsten. Viele L\u00e4ufer auf \u00e4hnlichen Niveau sorgen f\u00fcr ein hohes Tempo in der Gruppe und man muss am Anfang &#8222;einfach&#8220; nur mitschwimmen. Manchmal wird der Segen aber auch zum Fluch. Wenn die Strassen eng und die Kurven scharf sind, wird aus dem Mitschwimmen ein Kampf um die Ideallinie. So dieses Jahr auch in Oelde: Bei 28\u00b0C und fast 100% Luftfeuchte waren eher subtropische als goldene Sp\u00e4tsommerbedingungen. Schon nur vom Einlaufen waren wir komplett durchgeschwitzt und man hatte M\u00fche, den Fl\u00fcssigkeitsverlust auszugleichen.<a href=\"http:\/\/www.runningpower.de\/new\/?attachment_id=550\" rel=\"attachment wp-att-550\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-550\" title=\"2011-09-13_15-25-19_671 - Copy\" src=\"http:\/\/runningpower.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/2011-09-13_15-25-19_671-Copy-e1315924266905-551x1024.jpg\" alt=\"Artikel Morgenpost 13.9.2011\" width=\"551\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/marc-schulze.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/2011-09-13_15-25-19_671-Copy-e1315924266905-551x1024.jpg 551w, https:\/\/marc-schulze.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/2011-09-13_15-25-19_671-Copy-e1315924266905-161x300.jpg 161w, https:\/\/marc-schulze.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/2011-09-13_15-25-19_671-Copy-e1315924266905.jpg 1316w\" sizes=\"auto, (max-width: 551px) 100vw, 551px\" \/><\/a> Bis die motivierte Masse von \u00fcber 350 ambitionierten Athleten, von denen jeder in seine Altersklasse lokal den einen oder anderen Lauf gewinnen kann, an die Startlinie gepresst wurde vergingen fast 10 min. Anhand der Zielzeit stand selbst ich diesmal in der 2. Reihe. Marc hatte sein Gl\u00fcck im linken Startbereich gesucht und war aber auch in der Masse zusammengepresst.<\/p>\n<p>Der Startschuss lie\u00df das L\u00e4uferfeld wie eine Packung Popcorn aufplatzen. Mit \u00fcber 20km\/h fegten wir entlang der ca. 5-8m breiten Strecke. Ich selbst hatte mich ca. an Position 30 eingeordnet. Marc sah ich ca. 10 Pl\u00e4tze vor mir. Vom Start weg mussten 4 Runden \u00e0 2,5 km absolviert werden. Zun\u00e4chst ging es leicht bergauf, und dann wellig weiter \u00fcber 2 Schleifen zum Zielbereich. Insgesamt sollen sich die H\u00f6henmeter auf 40 aufsummiert haben. Bei Kilometer 2 h\u00f6rte ich nur 5:53 rufen und mir war klar, dass es wieder einmal sehr schnell voranging. Ab der 2. Runde war die Hitze dann deutlich zu sp\u00fcren und das Verlangen nach Fl\u00fcssigkeit und K\u00fchle lie\u00df die meisten L\u00e4ufer die Wasserbecher nur so greifen.<a href=\"http:\/\/www.runningpower.de\/new\/?attachment_id=550\" rel=\"attachment wp-att-550\"><br \/><\/a> Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Gerangel um die Ideallinie etwas gelegt und die L\u00e4ufer waren als inkonstante Perlenkette aufgereiht. Bei Kilometer 4 war ich dann sogar auf Marc aufgelaufen. Aber schon bei Kilometer 5, welchen wir in ca. 15:00 passierten, wurde die Beine richtig schwer. Aber da es die so motivierende Meisterschaft war, war der Geschwindigkeitsverlust nicht so hoch, die Anstrengung daf\u00fcr umso gr\u00f6\u00dfer. Eingangs der letzten Runde war der Tiefpunkt des Rennens erreicht, den es m\u00f6glichst schnell zu \u00fcberwinden galt. Die Zwischenzeit von knapp unter 23 Minuten lie\u00df auf eine einigerma\u00dfen akzeptable Zeit hoffen. Das letzte Mal auf die gl\u00fchende Runde. Der K\u00f6rper pumpte und hechelte wie schon lange nicht mehr. Nun galt es aber, sich mehr zu qu\u00e4len als die L\u00e4ufer vor einem. Bei Kilometer 9 schnappte ich mir noch einen Becher Wasser, welcher direkt im Gesicht landete um der laufenden Dampflok nochmal richtig Schub zu geben. Auf den letzten 500m gab es f\u00fcr mich nochmal einen hei\u00df umk\u00e4mpften Endspurt, bei dem ich ich den engen Gassen Oeldes fast noch eine Streckenmarkierung umgerissen h\u00e4tte. Auf diesen 500m konnte ich mich noch von Platz 26 auf 23 in einer Endzeit von 30:59 min verbessern.<\/p>\n<p>Im Ziel angekommen, bemerkte man die Schw\u00fcle erst richtig. Das Wort &#8222;Nachschwitzen&#8220; fand hier absolut seine Berechtigung. Bei diesem Wasserverlust musste ich mich richtig anstrengen, nicht einen Kollaps zu erleiden. K\u00fchlung und dosierte Teezufuhr bewarten mich vor Schlimmeren. Einige L\u00e4ufer ben\u00f6tigten im Ziel medizinische Betreuung und Infusionen. Das beweist die eingangs beschriebene besondere Leistungsf\u00f6rderung durch erh\u00f6hte Leidensbreitschaft bei einer Deutschen Meisterschaft. Zusammenfassend war dieser Lauf f\u00fcr mich ein zufriedenstellendes Ergebnis. Leider hat es nicht zu einer Bestzeit gereicht. Unter den beschriebenen Bedingungen zeigt sie mir aber meine gute Form&#8230;.und dass ich noch &#8222;bei\u00dfen&#8220; kann. Die gesamte Veranstaltung war insgesamt ein ersehntes Treffen und Messen von und mit alten Bekannten der nationalen Laufszene und hat mich motiviert, weiter hart zu trainieren.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst steht nun ein 2-3 w\u00f6chiger Belastungsblock an. Diesmal kann ich auf ein gutes Tempolaufniveau bauen und dieses weiter ausbauen. Die Gesamtkilometer werden mit ein paar Long-Jogs etwas hochgeschraubt. Das gesamte Training wird bei \u00e4hnlichem Umfang, mehr an Qualit\u00e4t gewinnen. 10 Tage vor dem 9. Oktober wird die Belastung wieder heruntergeschraubt. Da steht der letzte Angriff auf die 10km Bestzeit in 2011 an. Die Asics-Grand 10 in Berlin soll wie auch f\u00fcr Marc die schnellste 10km-Zeit des Jahres erbringen. Die danach folgende Saisonplanung wir in den n\u00e4chsten 2 Wochen entschieden.<br \/> Viele Gr\u00fc\u00dfe<br \/> Paul<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.runningpower.de\/new\/?attachment_id=550\" rel=\"attachment wp-att-550\"><br \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weg Richtung 30 Minuten auf 10km ist hart. Die Chance, eine gute Zeit zu Laufen ist f\u00fcr einen deutschen 10km-L\u00e4ufer bei den nationalen Meisterschaften eigentlich am h\u00f6chsten. 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