{"id":577,"date":"2011-10-19T08:00:02","date_gmt":"2011-10-19T06:00:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.runningpower.de\/new\/?p=577"},"modified":"2011-10-19T08:08:00","modified_gmt":"2011-10-19T06:08:00","slug":"vorbereitung-fur-den-dresden-marathon-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marc-schulze.com\/?p=577","title":{"rendered":"Vorbereitung f\u00fcr den Dresden Marathon 2011"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich seit Juli diesen Jahres wieder voll trainieren kann, entschied ich mich nach der DM-Stra\u00dfenlauf in 2011 einen Herbstmarathon zu laufen.<br \/> Eine Leistungsdiagnostik in der Sportmedizin der Uniklinik best\u00e4tigten mir gute Grundlagenausdauerwerte (VL2: 3:21min\/km) . F\u00fcr eine Zeit unter 30min \u00fcber 10km waren meine submaximalen Werte (VL3 3:12min\/km und VL4 3:08min\/km) jedoch schon bei 31min ausgereizt. Das zeigte mir, dass ich gutes Tempolauftraining absolviert hatte, innerhalb von 6 Wochen aber nicht unter 30min kommen k\u00f6nne. Deshalb entschied ich mich auch im Hinblick auf 2012 mehr f\u00fcr meine Grundlagenausdauer zu tun und somit den Marathon anzustreben. Die Gesamtumf\u00e4nge stiegen im Juli auf 460km und im August auf 560km Lauf. Dazu kamen jeweils ca. 500km Radtraining. Insgesamt machte das eine durchschnittliche Monatstrainingsdauer von 50-55h in der Pulsbelastung (also ohne Streching und Pausenzeiten). Im September erreichte ich wegen der DM Stra\u00dfenlauf \u201enur\u201c 470 Laufkilometer. Dazu kamen viele Stunden im Fitnessstudio mit anschlie\u00dfenden Saunag\u00e4ngen und lockernder Wassergymnastik. Hierbei m\u00f6chte ich mich auch bei der Laufszene Sachsen f\u00fcr den Siegpreis des Jahresgutscheins von Fitness First bedanken.<br \/> Da ich nun zum ersten Mal seit 2008 wieder an meiner internistischen und nicht orthop\u00e4dischen Leistungsgrenze trainieren konnte, hatte ich auch daher leichte Tiefpunkte zu \u00fcberwinden. So bemerkte ich, dass ich nach 2,5 Wochen mit je 15-17 Pulsbelastungsstunden so platt war, dass ein paar Tage mit reduziertem Training bitter n\u00f6tig waren. Ein guter Indikator f\u00fcr leichtes \u00dcbertraining war, wenn ich auf dem Dauerlauf zur Arbeit (13km, 450 H\u00f6henmeter) am Berg \u00fcberhaupt nicht mehr dr\u00fccken konnte. 130er Puls und schwere Beine signalisierten mir, Pausetage einzulegen. Denn der Leistungssport soll die Qualit\u00e4t meiner Arbeit im Krankenhaus nicht einschr\u00e4nken. So setzte ich mir f\u00fcr Belastungswochen mit 40-50 Arbeitsstunden 150 Laufkilometer als Maximum. Das f\u00fchlte sich dann ungef\u00e4hr so an, wie eine 180er Woche im Urlaub.<br \/> Von den einzelnen Einheiten her hatte ich Anfang August bereits einen 30 Kilometer-Dauerlauf im 4:00er Schnitt absolviert. Am 17. September sollte der erste 35km Lauf folgen. Begonnen hatte ich ihn in lockeren 4:00\/km. Dann steigerte ich mich auf dem Elbradweg langsam gen 3:38\u2026dem Marathontempo von 2009. Ab Kilometer 25 lie\u00df ich mich dann treiben und hatte in der Euphorie teilweise Kilometer unter 3:20 stehen. Heraus kamen 2:11h f\u00fcr 35,5km Pulsschnitt 156. Am Morgen des Berlin-Marathon stand ich selbst 8:30 Uhr an meiner pers\u00f6nlichen Startlinie im beschaulichen St\u00e4dtchen Hainichen. Geplant waren 35km auf der Radrennstrecke des Rossauer Waldes. Der 3,5km-Weg dahin bedeuteten 80 H\u00f6henmeter und auf der 5,4km-Runde, welche ich 5mal laufen wollte, wurden auch jeweils ca. 50 H\u00f6henmeter bew\u00e4ltigt. Die erste Runde wurde im alten Marathontempo von 3:38min\/km absolviert. Im Verlauf steigerte ich mich langsam und konstant bis auf 3:27min\/km. An diesem Tag stand das \u00dcben des Trinkens und Essens auf dem Programm. Meine Radbegleitung reichte mir aller 5km die Trinkflasche und ein halbes Gel. Dabei kam ich keineswegs aus dem Rhythmus. Eher sp\u00fcrte ich jedes Mal den sofortigen Tempoboost. Dieser war sicher die Kombination aus Zuckerschub und Psychologie. Am Ende standen 35,5km in 2:07h auf dem Handy (HF Schnitt 156bpm). Zus\u00e4tzlich zu den langen Dauerl\u00e4ufen absolvierte ich im September pro Woche 1-2 Radausfahrten \u00fcber 2,5h zum Fettstoffwechseltraining<br \/> Die mental h\u00e4rtesten Einheiten waren 2 30km-L\u00e4ufe die ich jeweils nach einem 9h-Arbeitstag und 10km Vorbelastung am Morgen startete. Ausgestattet mit einem zum Vorrat mit Wasser gef\u00fcllten Bauch und 2 Gels in der Hose schleppte ich mich motiviert den Elbradweg Richtung Pirna, bis ich am Umkehrpunkt wusste\u2026..jetzt nur noch 18 Kilometer bis nach Hause. Ab Kilometer 23 und dem letzten Gel nahm bei guter Musik im Ohr die Euphorie wieder die \u00dcberhand, sodass die 30km in 1:56h bzw. 1:53h absolviert waren. Als Tempoeinheiten wurden einerseits die Wettk\u00e4mpfe (QdH, Asics G10, Berganlauf) und andererseits eine w\u00f6chentliche Tempolaufeinheit im Gro\u00dfen Garten genutzt. Diese bestand aus 2,5km Einlaufen und dem fliegendem Start an der Picardie f\u00fcr 4x2km auf der Hauptallee. Im Juli war ich bei 6:04min-Schnitt und 5min Trabpause (1km) angelangt. Im September stand je nach Vorbelastung ein 5:57er bis 6:00er Schnitt mit 2:45min Trabpause (400m) zu Buche. Dabei konnte ich meinen Puls bis auf einen 175er Schnitt beim letzten Lauf in 5:53min hochtreiben.<br \/> Wer sich dort mal ausprobieren m\u00f6chte, sollte bedenken, dass die 4km auf der Hauptallee erst mit einer zus\u00e4tzlichen Runde um die Picardie (ca. 90m) vollst\u00e4ndig sind. Zum Gl\u00fcck begleitete mich Marc mehrmals bei diesen Einheiten motivierend mit dem Rad.<br \/> F\u00fcr den 2011er Morgenpost-Dresden-Marathon f\u00fchle ich mich deutlich besser vorbereitet als 2009. Bisher war auch kein Kratzen im Hals zu sp\u00fcren, sodass die Zeichen f\u00fcr eine neue Bestzeit (vielleicht sogar unter 2:27h) gut stehen. Als Tempomacher wird mir mein Vereinskollege Christian Flegel 15-20km etwas Windschatten geben und mich bremsen, bis ich ab der 2. Runde auf mich alleine gestellt sein werde. Vielleicht gibt es ja aber auch andere L\u00e4ufer in meinem Tempobereich. Da lass ich mich aber \u00fcberraschen. Die gemeldeten Profi-L\u00e4ufer werden wahrscheinlich einsam an der Spitze laufen, denn mit deren Tempo w\u00fcrde ich mich hoffnungslos \u00fcbernehmen.<br \/> Die Verpflegung ist \u00fcber unseren langj\u00e4hrigenen \u00a0Ern\u00e4hrungssponsor Vitargo abgesichert. Dabei werde ich haupts\u00e4chlich auf Vitargo-Elektrolyte in der Trinkflasche sowie die neuen Vitargo-Gels zur\u00fcckgreifen.<br \/> Meine Radbegleitung wird \u00fcber GPS-Handy und den Service von racemap meine Position und Geschwindigkeit live im Internet \u00fcbertragen. Als Startnummer habe ich die 40009. Mal sehen wie weit und schnell mich die Zuschauerrufe diesmal treiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich seit Juli diesen Jahres wieder voll trainieren kann, entschied ich mich nach der DM-Stra\u00dfenlauf in 2011 einen Herbstmarathon zu laufen. 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