{"id":687,"date":"2012-03-19T17:34:33","date_gmt":"2012-03-19T15:34:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.runningpower.de\/new\/?p=687"},"modified":"2012-03-23T13:14:04","modified_gmt":"2012-03-23T11:14:04","slug":"erlebnisbericht-citylauf-und-vorgelagerte-traingsmethodik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marc-schulze.com\/?p=687","title":{"rendered":"Erlebnisbericht Citylauf und vorgelagerte Traingsmethodik"},"content":{"rendered":"<p>Meine letzte Woche in Iten war das Ende eines 4 Wochen-Zyklus vom Prinzip 3:1. Auf 3 Belastungswochen folgte eine Regenerationswoche.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Nach meinem Skitrainingslager in der 2. Februarwoche, welches die B\u00e4nder und Muskel regenerieren und die Grundlagenausdauer steigern sollte begann dieser.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Die Gesamtkilometer verhielten sich wie folgt: 160, 220, 230, 120. Damit bin ich in der Ruhewoche fast auf zu wenig Kilometer gekommen, da diese ungef\u00e4hr 60-65% des Umfanges der letzten Belastungswoche beinhalten sollte und, auf h\u00f6herem Vertr\u00e4glichkeitsniveau fast der 1. Belastungswoche entsprechen sollte. Insgesamt konnte ich damit erstmals wirklich eine Art Rahmentrainingsplan f\u00fcr eine hochleistungssportliche Marathonvorbereitung durchhalten. Normalerweise wird der Umfang nun weiter gesteigert und im Profisport w\u00fcrde im Sinne einer H\u00f6henkette ein weiteres Trainingslager folgen. Da ich seit heute wieder in einer 40+ Stunden-Woche arbeite, werde ich den Umfang nicht steigern, sondern versuchen, ca. 80-90% des Kenia-Umfanges trotz Klinikalltag zu halten und f\u00fcr weitere Unterdistanzrennen (10km, Halbmarathon) etwas mehr Geschwindigkeit ins Training aufzunehmen. So sieht die grobe Planung aus. Die Details werden sich im Verlauf der R\u00fcckanpassung aus der H\u00f6he ergeben.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Die letzte Phase in Kenia und die erste Deutschland konnte ich bisher ganz gut meistern. In Kenia, war es Ziel, in der \u201eRuhewoche\u201c wirklich ruhig zu bleiben und nicht zu \u00fcberziehen. Auf der 27-st\u00fcndigen R\u00fcckreise (Zeit von \u201eBett bis Bett\u201c) galt es vor allem f\u00fcr die Wirbels\u00e4ule so viel wie m\u00f6glich \u201eLiegezeit\u201c zu erhaschen. Jede halbe Stunde in Terminals oder Wartebereichen lag ich auf Handtuch und Nierenkissen irgendwo in der Ecke und \u201eentspannte\u201c. Auch in den Fliegern wurden m\u00f6glichst freie Sitzreihen belagert, um sich lang zu machen (, was auf allen 4 Fl\u00fcgen auf Hin- und R\u00fcckreise gelang\u2026.der an mich weitergetragene Ruf, dass Egypt-Airlines nicht so gut sei, hat sich wohl herumgesprochen und mir entspannte Leere auf den Sitzreihen beschert\u00a0J)\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Nach gut \u00fcberstandener Reise waren es bei Ankunft in Berlin noch 21h bis zum Start beim Citylauf in Dresden. Also hoffentlich noch im sagenumwobenen 48h-Fenster der guten Leistung nach der H\u00f6he, bevor ein Tief kommen soll.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Im Kreise der engsten Freunde konnte die unmittelbare Wettkampfvorbereitung beginnen neue Wettkampfhose beim Sponsor Runnerspoint Dresden Altmarktgalerie abholen, Startnummer abholen und ausruhen. Am Sonntag dann die bew\u00e4hrte Vorbereitung f\u00fcr meine Dresdner Innenstadtl\u00e4ufe. Vor 10km-L\u00e4ufen gibt\u2019s es nur ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck (halbes Br\u00f6tchen) um nicht total hungrig zu sein. Mehr w\u00e4re aber nur unn\u00f6tiges Gewicht und evtl. zu schwer im Magen. Bis zum Wettkampf wird der Blutzuckerspiegel dann mit meinem Vitargo-Getr\u00e4nk-Mix oben gehalten und 15min vor Start ein Gel f\u00fcr den Leistungsboost ausgezutscht.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Rennverlauf<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom Start weg wurde ein z\u00fcgiges Tempo angegangen. Da ich nach Gef\u00fchl und Konkurrenz laufen wollte, lie\u00df ich die evtl. ablenkenden Gadgets Pulsgurt und GPS-Uhr im Rucksack. Nach 300m war ich dann hinter Dennis und Sven aufgereiht und wir versuchten die Ideallinie zwischen Kopfsteinpflaster, Bahnschienen und Bordsteinkanten zu finden. Mit 2:52 beim ersten Kilometerschild waren wir gut unterwegs (Die Zeiten sah ich auf dem F\u00fchrungsfahrzeug) . Und auch 5:42 nach dem 2. Abschnitt hinunter zur Elbe liefen gut. Ich sp\u00fcrte die Geschwindigkeit und merkte aber noch nicht viel Laktat. Hinauf zur Synagoge lie\u00df ich mich dann zur\u00fcckfallen, da mir das Tempo einfach zu hoch war und ich nicht in der 3. Runde platzen wollte. Die Neue Streckenf\u00fchrung ging dann durch ziemliche Nadel\u00f6hre und lie\u00df den Schritt etwas unrund werden. In der zweiten Runde versuchte ich den Abstand nicht zu gro\u00df werden zu lassen und, f\u00fcr mich allein gestellt, nun wirklich Ideallinie, auch mal \u00fcbers Gr\u00fcn. zu laufen. \u00a0Ich versuchte das Tempo zu halten und merkte eingangs der 3. Runde, dass Sven vom Holl\u00e4nder abrei\u00dfen lassen musste und sich sein Abstand nicht vergr\u00f6\u00dferte. Ich war nun ca. 50m von Sven und ca. 100m von der Spitze entfernt. Die Zeiten an den Kilometerschildern prophezeiten mir hier schon, dass es mit der 29er wohl eher nichts werden sollte. Bis zur Semperoper bei ca. 25min hatte ich dann auf Sven wieder aufgelaufen. Beim \u00dcberholen motivierte er mich, trotz 80m Abstand, dem schw\u00e4chelnden Holl\u00e4nder den Sieg streitig zu machen. Zun\u00e4chst war aber mein Bedenken eigentlich, von Sven wegzukommen und nicht 500m vor dem Ziel wieder zu platzen. Am Terrassenufer erh\u00f6hte ich langsam das Tempo. Durch die \u00dcberrundungen war es schwierig, richtig Fahrt aufzunehmen, und \u201ewie im Tunnel\u201c zu laufen. Dennis Licht war am Polizeipr\u00e4sidium nun wieder in unmittelbarer Sichtweite. Getragen von den Anfeuerungsrufen setzte ich kurz vor der Willsdruffer Strasse zum langsamen Spurt an. Getrieben vom Adrenalin kam ich gef\u00fchlte Riesenschritte an den austrudelnden Licht heran. Doch durch die Welle von Anfeuerungen bemerkte auch er schreckhaft ,150m vor dem Ziel, dass ich gerade f\u00f6rmlich angeflogen kam. Ich hatte nur noch 10m Abtstand. Wie ein Hase aus dem Gras setzte auch er zum finalen Spurt an und konnte dann doch noch 1m ins Ziel retten und sich seinen lange zu sicher geglaubten Favoritensieg abholen. \u00dcber den 2. Platz konnte ich mich trotz der 30er Zeit eigentlich sehr freuen, da es eine neue Bestzeit war und ich einen guten Spurt gezeigt hatte. Die Preisgelder wurden ja schon vorher verteilt, sodass es beim Sieg eher um die Ehre ging und ich mich nicht \u00e4rgern musste vom auf dem Papier deutlich besseren L\u00e4ufer knapp geschlagen zu werden. Im Ziel zeigte mir das Interesse der Journalisten f\u00fcr mich jedoch, dass nicht nur mit Antrittsgeldern einkaufbare Profis einen solchen Stadtlauf interessant machen. Nach dem Dresden-Marathon war es ein weiterer \u00dcberraschungsmoment in die Phalanx der Profis einzubrechen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Video Zieleinlauf: http:\/\/www.baer-service.de\/Video-CDD.php?SN=418839&amp;BG=1\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die vielen Handschl\u00e4ge und Gl\u00fcckw\u00fcnsche direkt nach dem Lauf\u2026.live als auch digital bescherten eine aufgeheiterte Stimmung and das angenehme Gef\u00fchl wieder richtig in der Heimat angekommen zu sein. F\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen gilt es jetzt mit der Motivation der guten Form und vor allem mit der in Kenia konditionieren Disziplin f\u00fcr direkte Vor-und Nachbereitung der Trainingsl\u00e4ufe die Doppelbelastung Beruf und Training wieder zu einer Symbiose werden zu lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine letzte Woche in Iten war das Ende eines 4 Wochen-Zyklus vom Prinzip 3:1. Auf 3 Belastungswochen folgte eine Regenerationswoche.\u00a0\u00a0 Nach meinem Skitrainingslager in der 2. Februarwoche, welches die B\u00e4nder&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[17],"class_list":["post-687","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport","tag-hohentrainingslager-kenia-iten-citylauf-dresden-2012-paul-schmidt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/687","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=687"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/687\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":693,"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/687\/revisions\/693"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/marc-schulze.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}