{"id":922,"date":"2014-04-24T12:44:34","date_gmt":"2014-04-24T10:44:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.runningpower.de\/new\/?p=922"},"modified":"2018-10-17T20:51:30","modified_gmt":"2018-10-17T18:51:30","slug":"118-boston-marathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marc-schulze.com\/?p=922","title":{"rendered":"118. Boston Marathon"},"content":{"rendered":"<p>Mein erster Wettkampf im fernen Ausland und dann gleich der Boston Marathon. Das Training war gut, die Vorbereitung lief hervorragend und somit waren die Ziele entsprechend hoch.<\/p>\n<p>Ich wollte eine neue Bestzeit, und nicht wie beim Berlin Marathon \u2013 sondern ohne Trainingslager und ohne H\u00f6he. Das hei\u00dft Laufen am Limit. Das hei\u00dft etwas riskieren. Und wer etwas riskiert, der kann auch verlieren. Aber nun von Beginn.<\/p>\n<p>Ich startete in Wave 1 Coral 1. Gleich in der ersten Reihe nach der Elite. Und es begann gut. Das habe ich erwartet, denn es geht auch tendenziell bergab. Hin und wieder ein kleiner H\u00fcgel bergauf, aber die Geschwindigkeit stimmt. Ein Gruppe finde ich nicht. Ab und zu findet sich ein Mitl\u00e4ufer, eine Gruppe bildet sich nicht. Es wird ein einsames Rennen. Die H\u00fcgel erlauben kein gleichm\u00e4\u00dfiges Tempo und dadurch l\u00f6sen sich kleine Gruppen immer wieder auf.<\/p>\n<p>Die ersten 5km in 16:03min. Zu schnell? Ich f\u00fchle mich nicht zu schnell. 10km in 32:25min. Es l\u00e4uft sehr gut. Ich renne jeden Kilometer deutlich unter 3:20min. Es macht Spa\u00df. Zum Halbmarathon hin werde ich schon etwas langsamer, passiere ihn aber in 69:39min. Die Beine sind ein bisschen schwer. Das ist zu fr\u00fch im Rennen. Vielleicht sind es die H\u00fcgel. Der st\u00e4ndige Rhythmuswechsel. Ich verliere aber nur ein paar Sekunden.<br \/>\nBei Kilometer 25 wird das anders. Ein neuer Anstieg. Der ist langsam, aber ok, danach geht es wieder bergab und schneller. Allerdings bleibt das schneller jetzt aus. Die Beine wollen und k\u00f6nnen nicht mehr. Im Gegenteil 3:30, 3:40, 3:50min\/km tauchen auf der Uhr auf. Es tut verdammt weh, physisch\u00a0und mental. Ich verliere Sekunden pro Kilometer und kann mich nicht wehren. Ich muss mich jeden Kilometer neu motivieren. Bei Kilometer 30 bin ich noch auf Kurs, aber ich wei\u00df ich kann nichts mehr zulegen. Nach 10 schweren Kilometern, bin ich froh auf die Stoppuhr dr\u00fccken zu k\u00f6nnen. Aber nicht am Stra\u00dfenrand, sondern im Ziel. 2:29:41h. Es lief anders als geplant. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.<\/p>\n<p>War es ein Anf\u00e4ngerfehler? Eine Lektion die man lernen muss? Vielleicht. Dann sind aber auch die Profis Ryan Hall, Meb Keflezighi und Jason Hartmann ab und an noch Anf\u00e4nger. Ryan und Jason erwischte es \u00e4hnlich wie mich. Meb hatte letztes Jahr in New York einen gro\u00dfen Einbruch. Das ist keine Ausrede, keine Rechtfertigung, nur ein Verweis, dass es jedem und immer wieder passieren kann und wird, denn es ist ein Marathon. Es war mein zweiter. Und ich ein \u201eGreenhorn\u201c \u2013 doch was ich noch mitnehme: Ich lief wegen des sehr gro\u00dfen Gef\u00e4lles zu Beginn auf 2:17h los, war beim Halbmarathon auf Bestzeitkurs und auch bei Kilometer 30 noch bei der Best\u00e4tigung des perfekten Marathons von Berlin. Wichtig f\u00fcr mich wird es sein, dass ich in Zukunft mit der Geschwindigkeit aufpasse und den ersten Teil wirklich im Korridor des Trainierten bleibe. Bei mir reichen schon 8 Sekunden und ich bin in einem anderen energetischem Bereich. Aber all diese Gedanken hatte ich bei den Kilometern 33, 34, 35 und so weiter nicht. Da war ich nur sauer, entt\u00e4uscht und Sinnlosigkeit machte sich breit. Denn wochenlanges Training verpufft einfach so. Heute \u2013 ein paar Tage sp\u00e4ter \u2013 sehe ich es schon anders: Es war eine tolle Reise, ein toller Marathon, es tat weh \u2013 und ich werde es beim dritten viel, viel besser machen!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/marc-schulze.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Z.ashx_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-923 size-full\" src=\"http:\/\/marc-schulze.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Z.ashx_.jpg\" alt=\"\" width=\"426\" height=\"588\" srcset=\"https:\/\/www.marc-schulze.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Z.ashx_.jpg 426w, https:\/\/www.marc-schulze.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Z.ashx_-217x300.jpg 217w\" sizes=\"auto, (max-width: 426px) 100vw, 426px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein erster Wettkampf im fernen Ausland und dann gleich der Boston Marathon. Das Training war gut, die Vorbereitung lief hervorragend und somit waren die Ziele entsprechend hoch. 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